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“Leser helfen“ für Kinderintensivstation: Kinder wie Ben

Ben kam mit einer Fehlbildung zur Welt. Nach der OP musste das Baby das selbstständige Atmen wieder lernen. Auf solche Patienten ist die Kinderintensivstation Mainz spezialisiert. Kinderarzt Stephan Gehring und Mutter Emilie Groll haben Ben im Blick – seine Atmung muss noch kontrolliert werden. (Foto: hbz/Bahr) Von Kirsten Strasser Lokalredakteurin Oppenheim OPPENHEIM/MAINZ - Ben schläft. Sein kleiner Brustkorb hebt und senkt sich regelmäßig, und wäre da nicht der kleine dünne Schlauch, der in Bens winzigem linken Nasenloch steckt, würde nichts darauf hindeuten, dass er vor kurzem noch ein schwer kranker kleiner Junge war. Als er die vertraute Stimme hört – Emilie Groll ist ans Kinderbettchen getreten, um zu sehen, wie es ihrem Sohn geht – öffnet Ben die Augen und dreht das Köpfchen zu seiner Mutter. Die junge...

Leser helfen: 52.000 Euro Spende für die Kinderintensivstation Mainz

Das Team der Kinderintensivstation freut sich riesig über den Scheck aus der Leser-helfen-Aktion der AZ Oppenheim. Die Spende kommt direkt den kleinen Patienten zugute. ​OPPENHEIM/MAINZ - Das Team der Mainzer Kinderintensivstation hat harte Wochen hinter sich. „Der Durchlauf war und ist hoch“, sagt Prof. Dr. Stephan Gehring – will heißen: Es kommen viele, sehr viele Patienten rein, die Anforderungen an Ärzte und Pflegekräfte sind pausenlos hoch. Kinder, die auf der Intensivstation landen, sind immer in einem kritischen Zustand – den meisten können die Mediziner und Pfleger trotzdem helfen. Den meisten, aber nicht allen. Drei kleine Patienten verlor die Station relativ kurz hintereinander; ein Kind starb an einer seltenen Stoffwechselstörung, zwei weitere nach tragischen Unglücken; einem Brand, einem Sturz ins Wasser. Sie waren so schwer verletzt, dass...

Wenn ein Virus das Herz angreift – KIKAM hilft

Ein 14-jähriger Junge wird mit Bauchschmerzen eingeliefert – doch die Diagnose ist überraschend. Warum die Ärzte der Kinderintensivstation Mainz immer in alle Richtungen denken müssen. ​OPPENHEIM/MAINZ - Noah darf das Bett nicht verlassen. Normalerweise ist so eine ärztlich verordnete Zwangspause ganz schön schwer auszuhalten für einen lebhaften, sportlichen 14-Jährigen, der dreimal die Woche Fußball spielt. Normalerweise. Jetzt ist Noah froh, dass er sich kaum bewegen muss – zu groß sind die Schmerzen, immer noch. Dabei sind sie nichts im Vergleich zu denen, die Noah noch vor ein paar Tagen aushalten musste. „Ich konnte nur noch weinen“, erzählt er. Der Bauch, die Schulter, eigentlich alles tat ihm höllisch weh. Dass die Ärzte des kleinen Krankenhauses, in das die Mutter ihn gebracht hatte, ratlos waren, machte die Sache nicht...

Mit Leonard geht es aufwärts

Noch ist das sieben Wochen alte Baby Patient der Kinderintensivstation – doch bald darf es nach Hause. Eine große Herz-OP hat der Kleine überraschend gut überstanden. von Kirsten Strasser OPPENHEIM - Ende November sahen wir Leonard zum ersten Mal. Er lag, winzig und fast reglos, auf dem Bauch seiner Mutter; der Junge hatte gerade eine erste Operation hinter sich. Vierzehn Tage zuvor war Leonard drei Wochen zu früh und viel zu leicht zur Welt gekommen, mit einem Herzfehler und Fehlbildungen der Aorta und der Lungenschlagader. Ohne Behandlung hätte das Baby kaum eine Überlebenschance gehabt. Doch kurz vor Ende der Schwangerschaft war die Fehlbildung entdeckt worden, Gott sei Dank. Denn so stand bei der Geburt bereits der Kinderherzspezialist parat: Prof. Dr. Christoph Kampmann überwachte Leonards Zustand von dessen erster...

Hilfe für einen kleinen Kämpfer

Das kleine Holzauto liegt noch verpackt unterm Christbaum, ebenso wie das Nachtlicht, das an die Decke des Kinderzimmers Sterne zaubern soll. Anton, für den diese Geschenke bestimmt sind, konnte sie noch nicht auspacken. Weihnachten verbrachte er auf der Kinderintensivstation – wie mehrere weitere kleine Patienten, die auch mit schweren Atemwegserkrankungen eingeliefert worden waren. Was bei Anton erschwerend hinzukommt: Der kleine Junge hat einen Herzfehler. „Damit braucht er einfach länger, bis er sich erholt“, sagt Oberarzt Ralf Huth, der das Kind gut kennt. Denn seit er vor gut einem Jahr auf die Welt kam, musste Anton immer wieder für Wochen oder gar Monate auf der Kinderintensivstation aufgenommen werden. Doch jetzt sind sowohl Ärzte als auch Eltern zuversichtlich – wenn die heftige Bronchitis auskuriert ist, wird Anton...

Nähe schenken, Kindern helfen – als FSJlerin auf der Kinderintensivstation

OPPENHEIM/MAINZ - Es gibt Babys, die reißen sich irgendwann die Haare aus. Oder sie erbrechen und lächeln dabei – weil sie wissen, dass sich jetzt gleich jemand um sie kümmern wird, sie anfassen, streicheln, trösten wird. Es sind Anzeichen von Hospitalismus, der sich dann einstellen kann, wenn kleine Kinder sehr lange im Krankenhaus liegen müssen. Vor allem für solche Kinder ist Marie ein Segen. Sie kann am Bettchen stehen bleiben, wenn ein Kleinkind nach Zuwendung hungert, wenn es beschäftigt, berührt, gehalten werden will. Im Gegensatz zu den Ärzten, Pflegern und Schwestern, die viele kleine Patienten zu betreuen haben und oft unter Zeitdruck stehen, hat Marie genau dies: wertvolle Zeit. Die 19-Jährige absolviert auf der Kinderintensivstation in Mainz ein Freiwilliges Soziales Jahr. Seit knapp fünf Monaten gehört...

Atemlos – wenn Kinder keine Luft bekommen

Von Kirsten Strasser OPPENHEIM/MAINZ - Es gibt Dinge, die erschüttern auch altgediente, erfahrene Ärzte auf der Kinderintensivstation, wie Stephan Gehring und Ralf Huth. In diesem Jahr gab es eine Häufung von Fällen, in denen Kleinkinder erstickten oder zu ersticken drohten. „Allein 2018 hatten wir drei Kinder, die nicht mehr zu retten waren“, sagt Prof. Dr. Gehring, Ärztlicher Leiter der Kinderintensivstation. Eines der Kinder hatte sich an einer Nuss, ein anderes an einem Stück Wurst verschluckt. Das dritte Baby starb, weil es sich einen nicht aufgeblasenen Luftballon in den Mund gesteckt hatte, der in die Luftröhre geriet. „Das sind Fälle, die natürlich auch uns beschäftigen und betroffen machen“, sagt Oberarzt Ralf Huth. Es sind auch deshalb so tragische Unglücksfälle, weil sie innerhalb von Minuten kerngesunde Kinder aus dem...

Training für alle Sinne: Ergotherapie bei kleinen Patienten

Bei der AZ-Aktion „Leser helfen“ dreht sich alles um die Kinderintensivstation: Diesmal geht es um Ergotherapeutin Ulrike Pykal, die die Selbstständigkeit der kranken Kinder fördert. von Kirsten Strasser OPPENHEIM/MAINZ - Das kleine Krankenzimmer. Die leise summenden Beatmungsgeräte. Menschen, die sich mit Masken vorm Gesicht über ihn beugten, wegen der Keimgefahr. All das war Sebastian vertraut. Darüber hinaus kannte der kleine Junge nichts. Nie konnte seine Mutter mit ihm im Park spazieren gehen, nie durfte er in der „Besucherritze“ im Bett seiner Eltern einschlafen, nie krabbelte er durch Sandkästen oder saß in einer Schaukel. Für all das war das Kind zu krank. Es war mit einer schweren Fehlbildung der Luftröhre zur Welt gekommen, dann kam noch ein geschwächtes Immunsystem hinzu. Statt wie andere Babys Stück für Stück seine Umgebung...

Hilfe und Hightech für kleine Herzpatienten

„Leser helfen“ der AZ-Redaktion Oppenheim geht in die nächste Runde: die Spendenaktion kommt erneut der Kinderintensivstation und Kinderkardiologie Mainz zugute. Von Kirsten Strasser OPPENHEIM - Keine Frage, der kleine Oskar hatte Pech. Er kam, eine Laune der Natur, mit einem Herzfehler auf die Welt, der so gravierend war, dass er daran hätte sterben können. Doch Oskar hatte auch Glück – und ein ziemlich gutes Timing. Denn erst wenige Wochen vor seiner Geburt war das Kinder-Herzkatheterlabor in der Kinderklinik der Universitätsmedizin wiedereröffnet worden. In diesem Labor retteten der Kinderkardiologe Prof. Dr. Christoph Kampmann und sein Team Oskars Leben, das am seidenen Faden hing. Und wer weiß – hätte das Labor nicht zur Verfügung gestanden, läge der winzige Junge jetzt vielleicht nicht im Arm seiner Mutter, um sich von den...

Monster und Kinder retten Leben

Von Nina Henrich Bei einem Notfall Erste Hilfe leisten, das kann jeder - sogar ein Zeitungsmonster! Beim Erste-Hilfe-Kurs bei der VRM in Mainz lernten Kruschel und 25 Kinder mit ihren Eltern Seite an Seite, wie man im Notfall anderen Menschen helfen kann: Wie macht man eine Herzdruckmassage? Wie funktioniert die Mund-zu-Mund-Beatmung? Was ist die stabile Seitenlage? Und was steckt hinter dem schiwerigen Wort Defibrillator? Das Zeitungsmonster Kruschel hatte die Leser seiner Kinderzeitung zum Abschluss der Spendenaktion "Leser helfen" zu dem Kurs eingeladen. Denn bei der Aktion hatten die "Kruschel"-Leser rund 23.000 Euro für die Kinderklinik der Mainzer Uniklinik gespendet. Den Ärzten, die dort arbeiten, ist es besonders wichtig, dass auch Kinder lernen, Erste Hilfe zu leisten. "Irgendwann wollen wir einmal so weit kommen, dass alle Kinder in...