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Leser helfen: Beatmungsgerät unterstützt Paula beim Atmen, das ihr wegen ihres weichen Kehlkopfs schwer fällt

​Von Lea Deusch OPPENHEIM/MAINZ - Ganz friedlich liegt Paula im Arm ihrer Mutter. Mit offenen Augen blickt das kleine Mädchen in die Welt, neugierig schaut sie, wie Oberarzt Ralf Huth das Beatmungsgerät checkt. Alles in Ordnung. Paula atmet ruhig, aber man kann es dennoch deutlich hören. Das „Karcheln“ komme daher, dass das kleine Mädchen mit einem weichen Kehlkopf geboren wurde, erläutert der Kinderarzt, „Laryngomalazie“ in der Fachsprache genannt. Wenn Paula sich aufregt, dann röchelt und pfeift es besonders. Der Kehlkopf behindert die Luftröhre. Solange Mama Anna sie im Arm hält und ihr Händchen sanft streichelt, sind die Geräusche aus der Luftröhre nur ganz leicht zu hören. Fünf Stunden war Paula alt, als bei der kinderärztlichen Untersuchung im Mainzer St. Vincenz Krankenhaus, wo das Mädchen am 21. November...

Brandgefährliche Zeiten

LESER HELFEN Auf der Kinderintensivstation der Uniklinik werden vermehrt Verbrennungs- und Verbrühungsopfer versorgt OPPENHEIM/MAINZ - Ein Anruf. Ein Zuruf. Einige routinierte Handgriffe und schon ist das Zimmer gerichtet. „Eine 16-prozentige Verbrühung“, lautet die Ansage. Woher der Patient kommen wird, was genau passiert ist – all das werden die Ärzte und Krankenpfleger auf der Kinderintensivstation der Mainzer Uniklinik bald erfahren. Zwei Betten für schwer brandverletzte Kinder werden in der Mainzer Uniklinik bereitgehalten. Deutschlandweit sind es insgesamt 300 Betten, auf die die Patienten über die Verbrennungszentrale der Hamburger Feuerwehr verteilt werden. „Die Kinder kommen aus dem Umkreis von etwa 300 Kilometern zu uns“, schätzt Oberarzt Ralf Huth. Das Mainzer Klinikum gehört zu den wenigen deutschen Krankenhäusern, die eine besondere Expertise in der Behandlung von Verbrennungsopfern vorweisen können, und somit...

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Mutmacherin mit Erfolg

LESER HELFEN Alisa Peeck verdankt gespendetem Beatmungsgerät ihr Leben / Ausbildung zur Kinderkrankenschwester OPPENHEIM/MAINZ - Irgendetwas ist nicht in Ordnung. Der Verdacht der Frauenärztin hat Alisa Peeck das Leben geschenkt, eine Maschine hat es erhalten und Operationen haben dafür gesorgt, dass sie heute fest mit beiden Beinen darin steht. Als das Mädchen am 23. August 1994 im Mainzer Hildegardis-Krankenhaus auf die Welt kam, atmete es nicht. Glücklicherweise standen schon der zuvor alarmierte Kinderarzt Ralf Huth und sein Team von der Kinderintensivstation der Uniklinik bereit, um das Neugeborene künstlich zu beatmen. Zuerst händisch mit einem Beatmungsbeutel, danach mit einem Hochfrequenzbeatmungsgerät, das nur kurz zuvor mithilfe von Kikam-Spendengeldern angeschafft worden war. „Hätte es das nicht gegeben ...

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Leser helfen: Eine Herzensangelegenheit – Mutter bittet um Untersuchung ihres Babys, bei der Klappenerkrankung diagnostiziert wird

Von Lea Deusch OPPENHEIM/MAINZ - Ein gesundes Mädchen: Die Eltern der kleinen Mia waren überglücklich, als sie nach der Geburt ihres Kindes diese Botschaft bekamen. Ein fröhliches Baby. „Einfach sichergehen“, wollte dennoch ihre Mutter, als sie die Kleine zu einer Untersuchung in der Mainzer Kinderkardiologie anmeldete – dort, wo Mias Vater schon selbst seit Kindheitstagen Patient ist, weil er mit einem Herzfehler zur Welt gekommen ist. weiterlesen ...

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Leser helfen: Ärzte müssen sich bei der Behandlung von Flüchtlingskindern neuen Herausforderungen stellen

Von Lea Deusch OPPENHEIM/MAINZ - Wasser in der Lunge und im Herzen – so der Befund, als Anour in die Mainzer Uniklinik eingeliefert wurde. Warum es im ihm so schlecht ging, wusste niemand. Der syrische Junge ist mit seiner Familie nach Deutschland geflüchtet, die Vermutung, dass eine Infektion Auslöser sein könnte, lag erst einmal nahe. Mittlerweile hat sich herausgestellt: Der Achtjährige leidet unter einer Autoimmunerkrankung, die mit Medikamenten behandelt werden kann. weiterlesen ...

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Leser helfen: Ablenkung tut den Patienten auf Kinderintensivstation gut – genau wie ihren Eltern

OPPENHEIM/MAINZ - Als ärztlicher Leiter der interdisziplinären Kinderintensivstation AE 2 der Mainzer Uniklinik ist Ralf Huth ein Experte in vielerlei Bereichen. Ganz besonders versiert aber ist der Kinderarzt im Fachgebiet der „Kitzelfolter“. Als vierstufige Behandlungsmethode hat sich das Verfahren schon bei zahlreichen kleinen Patienten auf seiner Station bewährt. Stufe 1 beginnt am Knie: Routiniert findet der Mediziner die Reflexpunkte, die beim Patienten erste Reaktionen hervorrufen. Stufe 2: „Rubbelohren“, mit geübten Handgriffen geht es an die wohl empfindlichste Stelle des Kopfes, um dann direkt mit Stufe 3, der „Krümelnase“, fortzufahren und die Spezialtherapie schließlich mit Stufe 4, im Fachjargon als „Lutschauge“ bekannt, abzuschließen. ​weiterlesen ...