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KIKAM e.V. - Projekte und News

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Interessengemeinschaft für Kinder der Intensivstation und Kinder-Kardiologie Mainz e.V.
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April 10
Leser helfen:52.000 Euro für die Kinderintensivstation Mainz
Von Kirsten Strasser

Das Team der Kinderintensivstation freut sich riesig über den Scheck aus der Leser-helfen-Aktion der AZ Oppenheim. Die Spende kommt direkt den kleinen Patienten zugute.

​OPPENHEIM/MAINZ - Das Team der Mainzer Kinderintensivstation hat harte Wochen hinter sich. „Der Durchlauf war und ist hoch“, sagt Prof. Dr. Stephan Gehring – will heißen: Es kommen viele, sehr viele Patienten rein, die Anforderungen an Ärzte und Pflegekräfte sind pausenlos hoch. Kinder, die auf der Intensivstation landen, sind immer in einem kritischen Zustand – den meisten können die Mediziner und Pfleger trotzdem helfen. Den meisten, aber nicht allen. Drei kleine Patienten verlor die Station relativ kurz hintereinander; ein Kind starb an einer seltenen Stoffwechselstörung, zwei weitere nach tragischen Unglücken; einem Brand, einem Sturz ins Wasser. Sie waren so schwer verletzt, dass die Ärzte nichts mehr für sie tun konnten.

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Prof. Dr. Stephan Gehring (l.), Ralf Huth (r.) und Dorothee Feisel (2.v.r.) vom Team der Kinderintensivstation nehmen den Leser-helfen-Scheck von AZ-Redakteurin Kirsten Strasser in Empfang.

März 07
Humboldt-Schule spendet für KIKAM

Am 16.November 2018 hat die Humboldt-Schule anlässlich ihres 60. Jubiläums eine Sportshow veranstaltet. Eingeladen waren Schüler, Eltern und ehemalige Schüler hauptsächlich. 

Insgesamt waren am Ende ca. 150 Personen da. Gezeigt wurden Turnübungen, ein Judo-Kampf, Gruppen-, Paar- und Einzeltänze verschiedenster Art, ein Tischtennisspiel und noch vieles mehr.

Der Wirtschaftswissenschaften-Leistungskurs der Jahrgangsstufe war zuständig für die Verpflegung der Gäste in der Pause. Es gab Wein, Apfelwein und Softdrinks und zum Essen Brezel mit Spundekäs.

Auf KIKAM sind die Organisatoren durch die Schwester eines ehemaligen Patienten der Kinderintensivstation gekommen, da sie nicht an eine Riesen-Organisation spenden und lieber KIKAM unterstützen wollten.

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Um sich einen kleinen Eindruck zu  verschaffen, können Sie diesem Link folgen: https://www.youtube.com/watch?v=8qmT17rKgBM&feature=youtu.be

 






Januar 20
Wenn ein Virus das Herz angreift
Von Kirsten Strasser

Ein 14-jähriger Junge wird mit Bauchschmerzen eingeliefert – doch die Diagnose ist überraschend. Warum die Ärzte der Kinderintensivstation Mainz immer in alle Richtungen denken müssen.

​OPPENHEIM/MAINZ - Noah darf das Bett nicht verlassen. Normalerweise ist so eine ärztlich verordnete Zwangspause ganz schön schwer auszuhalten für einen lebhaften, sportlichen 14-Jährigen, der dreimal die Woche Fußball spielt. Normalerweise. Jetzt ist Noah froh, dass er sich kaum bewegen muss – zu groß sind die Schmerzen, immer noch.

Dabei sind sie nichts im Vergleich zu denen, die Noah noch vor ein paar Tagen aushalten musste. „Ich konnte nur noch weinen“, erzählt er. Der Bauch, die Schulter, eigentlich alles tat ihm höllisch weh. Dass die Ärzte des kleinen Krankenhauses, in das die Mutter ihn gebracht hatte, ratlos waren, machte die Sache nicht besser. „Lange hieß es, ich hätte einen Magen-Darm-Infekt“, erzählt Noah. Als alle Medikamente inklusive der Schmerzmittel nichts bewirkten, erwogen die Ärzte eine OP. „Sie sagten, sie würden jetzt wohl meinen Bauch aufschneiden, um zu schauen, was da los ist.“

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2019_1_Virusmyocarditis.jpgFoto:hbz/Stefan Sämmer

Oberärztin Claudia Martin schaut nach ihrem Patienten, dem 14-jährigen Noah. Er ist an einer Herzbeutelentzündung erkrankt – und hatte höllische Schmerzen.
Er wird noch einige Zeit auf der Kinderintensivstation liegen müssen.


Januar 08
Mit Leonard geht es aufwärts
Von Kirsten Strasser
OPPENHEIM - Ende November sahen wir Leonard zum ersten Mal. Er lag, winzig und fast reglos, auf dem Bauch seiner Mutter; der Junge hatte gerade eine erste Operation hinter sich. Vierzehn Tage zuvor war Leonard drei Wochen zu früh und viel zu leicht zur Welt gekommen, mit einem Herzfehler und Fehlbildungen der Aorta und der Lungenschlagader. Ohne Behandlung hätte das Baby kaum eine Überlebenschance gehabt.
Doch kurz vor Ende der Schwangerschaft war die Fehlbildung entdeckt worden, Gott sei Dank. Denn so stand bei der Geburt bereits der Kinderherzspezialist parat: Prof. Dr. Christoph Kampmann überwachte Leonards Zustand von dessen erster Lebensminute an. Was dem Kardiologen und dem Team der Kinderintensivstation besonders zu schaffen machte: Leonard war zu klein und zu leicht für die lebensrettenden Operationen. Herz und Blutgefäße sind schon bei einem „normalen“ Neugeborenen winzig; bei Leonard, der ein Geburtsgewicht von 2150 Gramm hatte, waren sie noch kleiner. 


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Noch ist das sieben Wochen alte Baby Patient der Kinderintensivstation – doch bald darf es nach Hause. Eine große Herz-OP hat der Kleine überraschend gut überstanden.

Dezember 29
Hilfe für einen kleinen Kämpfer
Von Kirsten Strasser

OPPENHEIM/MAINZ - Das kleine Holzauto liegt noch verpackt unterm Christbaum, ebenso wie das Nachtlicht, das an die Decke des Kinderzimmers Sterne zaubern soll. Anton, für den diese Geschenke bestimmt sind, konnte sie noch nicht auspacken. Weihnachten verbrachte er auf der Kinderintensivstation – wie mehrere weitere kleine Patienten, die auch mit schweren Atemwegserkrankungen eingeliefert worden waren. Was bei Anton erschwerend hinzukommt: Der kleine Junge hat einen Herzfehler. „Damit braucht er einfach länger, bis er sich erholt“, sagt Oberarzt Ralf Huth, der das Kind gut kennt. Denn seit er vor gut einem Jahr auf die Welt kam, musste Anton immer wieder für Wochen oder gar Monate auf der Kinderintensivstation aufgenommen werden. Doch jetzt sind sowohl Ärzte als auch Eltern zuversichtlich – wenn die heftige Bronchitis auskuriert ist, wird Anton gut in ein neues Jahr starten. 

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Anton wird wegen einer schweren Bronchitis auf der Kinderintensivstation behandelt. Er braucht besondere Unterstützung – der kleine Junge kam mit einem Herzfehler zur Welt.

Dezember 28
Bäumchen mit Familienanschluss

​Von Bina Stutz

UELVERSHEIM - Alles scheint wie immer: Die Ersten sind schon vor 14 Uhr auf dem Gelände von Landtechnik Otto Schäfer und lassen sich Würstchen, Waffeln und Glühwein schmecken. 160 Tannenbäume von Familie Moser aus dem Schwarzwald säumen das Freigelände, Messlatte und Kasse sind platziert und der Trichter zum Einnetzen der Bäume steht bereit. Immer mehr Leute kommen, Paare, Familien, Einzelpersonen. Ganz Uelversheim scheint einzutrudeln. 

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Die letzten Bäume werden eingenetzt – beim Verkauf zugunsten Kikam sind in den vergangenen 14 Jahren 13.000 Euro zusammengekommen.
Foto: hbz/Michael Bahr



Dezember 28
Aus Kindern werden Schutzengel: Unterricht in Wiederbelebung

Reanimation statt Mathe und Diktat: Das Team der Kinderintensivstation Mainz hat 130 Grundschüler in Erster Hilfe geschult. Mit Musik und guter Laune war das fast ein Kinderspiel.

Von Kirsten Strasser

OPPENHEIM/MAINZ - Sag noch mal einer, mit Helene Fischer könne man nichts anfangen. „A-tem-los durch die Nacht....“ dröhnt Helenes Stimme aus dem Lautsprecher, und sofort fangen Dutzende angehende Schutzengel an, im Takt des Songs auf Brustkörbe von Puppen zu drücken. „Helene Fischer eignet sich bestens zur Reanimation“, grinst Oberarzt Ralf Huth. „Übrigens ebenso wie die kleine Biene Maja von Karel Gott. Oder der Radetzky-Marsch.“
Bienensongs, Schlager und Märsche – die Grundschüler der Martinusschule Weißliliengasse probieren alles aus. Schließlich kommt es auf den richtigen Rhythmus an! Nicht zu langsam, aber auch nicht zu schnell darf so eine Herzdruckmassage ausgeführt werden. „Wichtig ist aber, dass man sich überhaupt traut und was tut“, weiß ein kleiner Schlaumeier. Recht hat er. Und: Reanimation, also Wiederbelebung, kann jeder lernen. Schon ein kleiner Grundschüler.

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Foto: Lukas Görlach




Dezember 19
Nähe schenken, Kindern helfen – als FSJlerin auf der Kinderintensivstation
Von Kirsten Strasser

OPPENHEIM/MAINZ - Es gibt Babys, die reißen sich irgendwann die Haare aus. Oder sie erbrechen und lächeln dabei – weil sie wissen, dass sich jetzt gleich jemand um sie kümmern wird, sie anfassen, streicheln, trösten wird. Es sind Anzeichen von Hospitalismus, der sich dann einstellen kann, wenn kleine Kinder sehr lange im Krankenhaus liegen müssen. 

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Marie Schäfer absolviert ihr Freiwilliges Soziales Jahr in der Kinderklinik. Pflegen darf sie die kleinen Patienten nicht, aber sie gibt ihnen etwas Kostbares: Zeit und Zuwendung.

Foto: hbz/Stefan Sämmer


Dezember 10
Atemlos – wenn Kinder keine Luft bekommen
Von Kirsten Strasser

OPPENHEIM/MAINZ - Es gibt Dinge, die erschüttern auch altgediente, erfahrene Ärzte auf der Kinderintensivstation, wie Stephan Gehring und Ralf Huth. In diesem Jahr gab es eine Häufung von Fällen, in denen Kleinkinder erstickten oder zu ersticken drohten. „Allein 2018 hatten wir drei Kinder, die nicht mehr zu retten waren“, sagt Prof. Dr. Gehring, Ärztlicher Leiter der Kinderintensivstation. Eines der Kinder hatte sich an einer Nuss, ein anderes an einem Stück Wurst verschluckt. Das dritte Baby starb, weil es sich einen nicht aufgeblasenen Luftballon in den Mund gesteckt hatte, der in die Luftröhre geriet. „Das sind Fälle, die natürlich auch uns beschäftigen und betroffen machen“, sagt Oberarzt Ralf Huth. 

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Verschluckt: Wenn Kinder zu ersticken drohen, wird es dramatisch auf der Kinderintensivstation der Mainzer Uniklinik. Für sie engagiert sich „Leser helfen“ in Oppenheim

Foto: Jörg Henkel


Dezember 03
Training für alle Sinne: Ergotherapie bei kleinen Patienten
Von Kirsten Strasser

Bei der AZ-Aktion „Leser helfen“ dreht sich alles um die Kinderintensivstation: Diesmal geht es um Ergotherapeutin Ulrike Pykal, die die Selbstständigkeit der kranken Kinder fördert. 

OPPENHEIM/MAINZ - Das kleine Krankenzimmer. Die leise summenden Beatmungsgeräte. Menschen, die sich mit Masken vorm Gesicht über ihn beugten, wegen der Keimgefahr. All das war Sebastian vertraut.
Darüber hinaus kannte der kleine Junge nichts. Nie konnte seine Mutter mit ihm im Park spazieren gehen, nie durfte er in der „Besucherritze“ im Bett seiner Eltern einschlafen, nie krabbelte er durch Sandkästen oder saß in einer Schaukel. Für all das war das Kind zu krank. Es war mit einer schweren Fehlbildung der Luftröhre zur Welt gekommen, dann kam noch ein geschwächtes Immunsystem hinzu. Statt wie andere Babys Stück für Stück seine Umgebung zu ertasten, erstaunen und zu erfühlen, endete Sebastians Welt an den Gitterstäben seines Klinikbettchens, an das er bis zum Alter von acht Monaten fast ständig gefesselt war. 


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Ergotherapeutin Ulrike Pykal mit ihrem kleinen Patienten Sebastian, damals acht Monate alt – sie förderte spielerisch seine Entwicklung und seine motorischen Fähigkeiten. Foto: Pykal



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