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Spenden statt Geburtstagsgeschenke

Die kleine Jette, eine ehemalige Patientin der Kinderintensivstation Mainz übergibt zusammen mit ihrer Mutter eine Spende von 150€ an den KIKAM Vorsitzenden Herrn Huth. Frau Matzen verzichtete zugunsten von KIKAM e.V. auf Geschenke zu ihrem Geburtstag. Vielen Dank, kleine Jette und liebe Frau Matzen....

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Wenn ein Virus das Herz angreift – KIKAM hilft

Ein 14-jähriger Junge wird mit Bauchschmerzen eingeliefert – doch die Diagnose ist überraschend. Warum die Ärzte der Kinderintensivstation Mainz immer in alle Richtungen denken müssen. ​OPPENHEIM/MAINZ - Noah darf das Bett nicht verlassen. Normalerweise ist so eine ärztlich verordnete Zwangspause ganz schön schwer auszuhalten für einen lebhaften, sportlichen 14-Jährigen, der dreimal die Woche Fußball spielt. Normalerweise. Jetzt ist Noah froh, dass er sich kaum bewegen muss – zu groß sind die Schmerzen, immer noch. Dabei sind sie nichts im Vergleich zu denen, die Noah noch vor ein paar Tagen aushalten musste. „Ich konnte nur noch weinen“, erzählt er. Der Bauch, die Schulter, eigentlich alles tat ihm höllisch weh. Dass die Ärzte des kleinen Krankenhauses, in das die Mutter ihn gebracht hatte, ratlos waren, machte die Sache nicht...

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Mit Leonard geht es aufwärts

OPPENHEIM - Ende November sahen wir Leonard zum ersten Mal. Er lag, winzig und fast reglos, auf dem Bauch seiner Mutter; der Junge hatte gerade eine erste Operation hinter sich. Vierzehn Tage zuvor war Leonard drei Wochen zu früh und viel zu leicht zur Welt gekommen, mit einem Herzfehler und Fehlbildungen der Aorta und der Lungenschlagader. Ohne Behandlung hätte das Baby kaum eine Überlebenschance gehabt. Doch kurz vor Ende der Schwangerschaft war die Fehlbildung entdeckt worden, Gott sei Dank. Denn so stand bei der Geburt bereits der Kinderherzspezialist parat: Prof. Dr. Christoph Kampmann überwachte Leonards Zustand von dessen erster Lebensminute an. Was dem Kardiologen und dem Team der Kinderintensivstation besonders zu schaffen machte: Leonard war zu klein und zu leicht für die lebensrettenden Operationen. Herz und...

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Hilfe für einen kleinen Kämpfer

Das kleine Holzauto liegt noch verpackt unterm Christbaum, ebenso wie das Nachtlicht, das an die Decke des Kinderzimmers Sterne zaubern soll. Anton, für den diese Geschenke bestimmt sind, konnte sie noch nicht auspacken. Weihnachten verbrachte er auf der Kinderintensivstation – wie mehrere weitere kleine Patienten, die auch mit schweren Atemwegserkrankungen eingeliefert worden waren. Was bei Anton erschwerend hinzukommt: Der kleine Junge hat einen Herzfehler. „Damit braucht er einfach länger, bis er sich erholt“, sagt Oberarzt Ralf Huth, der das Kind gut kennt. Denn seit er vor gut einem Jahr auf die Welt kam, musste Anton immer wieder für Wochen oder gar Monate auf der Kinderintensivstation aufgenommen werden. Doch jetzt sind sowohl Ärzte als auch Eltern zuversichtlich – wenn die heftige Bronchitis auskuriert ist, wird Anton...

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Nähe schenken, Kindern helfen – als FSJlerin auf der Kinderintensivstation

OPPENHEIM/MAINZ - Es gibt Babys, die reißen sich irgendwann die Haare aus. Oder sie erbrechen und lächeln dabei – weil sie wissen, dass sich jetzt gleich jemand um sie kümmern wird, sie anfassen, streicheln, trösten wird. Es sind Anzeichen von Hospitalismus, der sich dann einstellen kann, wenn kleine Kinder sehr lange im Krankenhaus liegen müssen. Vor allem für solche Kinder ist Marie ein Segen. Sie kann am Bettchen stehen bleiben, wenn ein Kleinkind nach Zuwendung hungert, wenn es beschäftigt, berührt, gehalten werden will. Im Gegensatz zu den Ärzten, Pflegern und Schwestern, die viele kleine Patienten zu betreuen haben und oft unter Zeitdruck stehen, hat Marie genau dies: wertvolle Zeit. Die 19-Jährige absolviert auf der Kinderintensivstation in Mainz ein Freiwilliges Soziales Jahr. Seit knapp fünf Monaten gehört...

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Atemlos – wenn Kinder keine Luft bekommen

OPPENHEIM/MAINZ - Es gibt Dinge, die erschüttern auch altgediente, erfahrene Ärzte auf der Kinderintensivstation, wie Stephan Gehring und Ralf Huth. In diesem Jahr gab es eine Häufung von Fällen, in denen Kleinkinder erstickten oder zu ersticken drohten. „Allein 2018 hatten wir drei Kinder, die nicht mehr zu retten waren“, sagt Prof. Dr. Gehring, Ärztlicher Leiter der Kinderintensivstation. Eines der Kinder hatte sich an einer Nuss, ein anderes an einem Stück Wurst verschluckt. Das dritte Baby starb, weil es sich einen nicht aufgeblasenen Luftballon in den Mund gesteckt hatte, der in die Luftröhre geriet. „Das sind Fälle, die natürlich auch uns beschäftigen und betroffen machen“, sagt Oberarzt Ralf Huth. Es sind auch deshalb so tragische Unglücksfälle, weil sie innerhalb von Minuten kerngesunde Kinder aus dem Leben reißen,...

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Training für alle Sinne: Ergotherapie bei kleinen Patienten

Bei der AZ-Aktion „Leser helfen“ dreht sich alles um die Kinderintensivstation: Diesmal geht es um Ergotherapeutin Ulrike Pykal, die die Selbstständigkeit der kranken Kinder fördert.  OPPENHEIM/MAINZ - Das kleine Krankenzimmer. Die leise summenden Beatmungsgeräte. Menschen, die sich mit Masken vorm Gesicht über ihn beugten, wegen der Keimgefahr. All das war Sebastian vertraut. Darüber hinaus kannte der kleine Junge nichts. Nie konnte seine Mutter mit ihm im Park spazieren gehen, nie durfte er in der „Besucherritze“ im Bett seiner Eltern einschlafen, nie krabbelte er durch Sandkästen oder saß in einer Schaukel. Für all das war das Kind zu krank. Es war mit einer schweren Fehlbildung der Luftröhre zur Welt gekommen, dann kam noch ein geschwächtes Immunsystem hinzu. Statt wie andere Babys Stück für Stück seine Umgebung zu ertasten,...

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Hilfe und Hightech für kleine Herzpatienten

„Leser helfen“ der AZ-Redaktion Oppenheim geht in die nächste Runde: die Spendenaktion kommt erneut der Kinderintensivstation und Kinderkardiologie Mainz zugute. Von Kirsten Strasser OPPENHEIM - Keine Frage, der kleine Oksar hatte Pech. Er kam, eine Laune der Natur, mit einem Herzfehler auf die Welt, der so gravierend war, dass er daran hätte sterben können. Doch Oskar hatte auch Glück – und ein ziemlich gutes Timing. Denn erst wenige Wochen vor seiner Geburt war das Kinder-Herzkatheterlabor in der Kinderklinik der Universitätsmedizin wiedereröffnet worden. In diesem Labor retteten der Kinderkardiologe Prof. Dr. Christoph Kampmann und sein Team Oskars Leben, das am seidenen Faden hing. Und wer weiß – hätte das Labor nicht zur Verfügung gestanden, läge der winzige Junge jetzt vielleicht nicht im Arm seiner Mutter, um sich von den...

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Leser helfen: Bei Neugeborenen kann eine „normale“ Atemwegsinfektion schnell einen dramatischen Verlauf nehmen – auf der Kinderintensivstation erhalten sie die Unterstützung, die sie brauchen

OPPENHEIM/MAINZ - Noch ist Johannes* an das Beatmungsgerät angeschlossen. Doch sein Bettchen darf der Kleine jetzt zumindest zeitweise verlassen; schläfrig, die winzigen Augenlider fast geschlossen, liegt er im Arm seiner Mutter. Ein Pfleger schaut herein und dimmt das Licht noch etwas herunter: Das gerade sieben Wochen alte Baby soll zur Ruhe kommen, sich erholen können. Das Wichtigste aber ist: Johannes ist über den Berg. Auch wenn er noch einige Tage auf der Kinderintensivstation bleiben muss, steht fest: Der kleine Junge wird wieder gesund. Weiterlesen...

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Brugada-Syndrom: Gloria verdankt ihr Leben dem schnellen Handeln von Schulsanitätern

OPPENHEIM/MAINZ - „Erstklassig, Herr Blümel, ist auch der Hummercocktail.“ Als Gloria, endlich aus dem künstlichen Koma erwacht, ihr erstes Loriot-Zitat raushaut, wissen die Eltern: Ihre Tochter, ihre Jüngste, ihr Nesthäkchen, hat das Schlimmste überstanden. Dass Gloria wieder gesund wird, hat sie dem Know-how der Ärzte auf der Mainzer Kinderintensivstation zu verdanken, aber nicht nur: Das Leben retteten ihr einige Mitschüler, die sofort zur Stelle waren, als für das Mädchen jede Sekunde zählte. Gut dreieinhalb Monate ist das jetzt her. „Passiert ist es am 15. September“, sagt Gloria, die vor ein paar Wochen ihren 16. Geburtstag feiern durfte. An jenem 15. September, einem Freitag, war sie noch fünfzehn, eine ganz normale Elftklässlerin, die neugierig auf ihre frisch gewählten Leistungskurse war: Bio, Englisch, Musik.   Weiterlesen...

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